Ländliche Räume müssen für die Menschen attraktiv bleiben
Pressemitteilung von Freitag, 2. Februar 2007
Deutscher Landkreistag
Ländliche Räume müssen für die Menschen attraktiv bleiben
BMELV-Staatssekretär Gert Lindemann zu Gast beim DLT-Präsidium
Zur heutigen Präsidiumssitzung des Deutschen Landkreistages (DLT) in Köln hat der kommunale Spitzenverband Staatssekretär im Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) Gert Lindemann begrüßt und sich unter anderem mit Fragen der Entwicklung ländlicher Räume beschäftigt. Dazu DLT-Präsident Landrat Hans Jörg Duppré (Südwestpfalz): âEURzLändliche Räume sind für die wirtschaftliche und gesellschaftliche Entwicklung unserer Republik von immenser Bedeutung. Den Menschen auf dem Lande muss auch und gerade in Anbetracht der demografischen Herausforderungen und mancherorts zu beobachtender Landflucht eine attraktive Zukunftsperspektive geboten werden. Dazu müssen alle Anstrengungen unternommen werden, in der Fläche Arbeitsplätze zu schaffen.âEURoe Staatssekretär Lindemann ergänzte: âEURzAus Sicht der Bundesregierung kann ich der Forderung des Landkreistages, die Aufrechterhaltung gleichwertiger Lebensverhältnisse als zentrales Ziel beizubehalten, nur zustimmen.âEURoe
Duppré führte aus, dass auch die Bürger auf dem Lande vom Staat erwarteten, dass ihre Probleme ernst genommen werden und ihr unmittelbarer Lebensbereich gestaltet wird. âEURzDamit einher geht ein insgesamt familienfreundliches Umfeld, an dem die Landkreise für ihre 56 Mio. Einwohner nach Kräften und im Rahmen ihrer finanziellen Ressourcen ständig arbeiten. Wir müssen aber auch finanziell in der Lage sein, handeln zu könnenâEURoe, unterstrich der Verbandspräsident. Ländliche Räume könnten daher nur mit leistungsfähigen Landkreisen gestaltet werden.
Auf der politischen Tagesordnung müsse deshalb eine strukturelle Verbesserung der Finanzkraft des ländlichen Raumes und eine Stärkung der Kommunen bleiben. âEURzInsbesondere die Landkreise sind als Sachwalter in der Fläche âEUR« in der Letztkonsequenz also auch finanziell âEUR« dafür verantwortlich, dass den Menschen außerhalb der Ballungszentren ein ausreichendes Angebot an öffentlicher Infrastruktur zur Verfügung steht. In Zeiten der demografischen Entwicklung und Globalisierung ist es mancherorts allerdings nicht leicht, flächendeckende Angebote, beispielsweise bei der Schülerbeförderung oder der Krankenhausversorgung, sicherzustellen.âEURoe Dies müsse die Bundes- und Landespolitik zur Kenntnis nehmen und gegensteuern.
Letztlich hänge nach den Worten des DLT-Präsidenten Wohl und Wehe einer Region von der Arbeitsplatzsituation ab. âEURzEs muss darum gehen, gerade in strukturschwachen Gegenden die Bedingungen für wirtschaftliche Entwicklung zu schaffen, um für die junge, leistungsstarke und entwicklungsfähige Generation der 30- bis 40-Jährigen die Standortbedingungen zu verbessern. Nur durch die Schaffung und Erhaltung von Arbeitsplätzen kann es gelingen, Wanderungsbewegungen zulasten des ländlichen Raumes entgegenzuwirken.âEURoe Der Teufelskreis aus fehlenden Jobs und Abwanderung müsse durch die Förderung der ganz spezifischen Wachstumskräfte der Regionen gebrochen werden. Beispiele wie der Landkreis Emsland zeigten, dass ländliche Gebiete entwickelt werden könnten und wirtschaftliche Prosperität im gesamten Bundesgebiet erreichbar sei.
In diesem Zusammenhang sei staatliche Förderung nach wie vor wichtig, um regionale Wertschöpfung nachhaltig und wirkungsvoll zu unterstützen. Staatssekretär Lindemann hob in diesem Zusammenhang hervor: âEURzEs darf kein Gegeneinander von Metropolregionen und ländlichen Regionen geben, denn ländliche Räume spielen nicht nur für ihre Einwohner, sondern für die ganze Gesellschaft eine wichtige Rolle und stehen vor großen Herausforderungen.âEURoe
Pressekontakt: Pressesprecher Markus Mempel, 030/590097-312, markus.mempel@landkreistag.de
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